In zwangloser Gesellschaft

Roman

»Das Erdichtete dieses hinterlistigen Romans liegt in der Erzählsituation selbst, in einer von Kapitel zu Kapitel fast unmerklich zunehmenden Dringlichkeit. Virtuos erzeugt Hieronymi den Eindruck einer ablaufenden Frist, eines Ultimatums, ohne das irgendwelche äußeren Gründe dafür vorliegen.«

Richard Kämmerlings (DIE WELT)

»Einerseits wäre ich gerne tot, damit Leonhard Hieronymi meine letzte Ruhestätte beschreiben könnte, andererseits könnte ich das dann nicht mehr lesen.«

Hans Zippert (TITANIC)

»Rasant und bunt, reich an greifbaren Figuren und skurrilen Geschichten, angetrieben nicht von zynischer Schlaumeierei, sondern von Begeisterung fürs Sujet. Oder anders gesagt: ungemein lebendig.«

Friedrich Reip (Galore)

»Großmäuligkeit und Witz, Reise- und Abenteuerlust und tiefe Müdigkeit, das Fahrige und das Pointierte: In diesem Roman steht das nebeneinander.«

Wolfgang Seibel (ORF)

»Hieronymi verfehlt die eine oder andere Grabstelle, aber nie den Ton. Seine Melancholie wärmt das Herz.«

(Tagesspiegel)

»Ein famoses Fabulierfest.«

Erik Heier (tip Berlin)

»Ein zackiger, leichter, lustiger Roman, und eine Liebeserklärung an die Literatur.«

Jörg Petzold (Flux FM)

Erscheint am 2. September 2020 bei Hoffmann und Campe.

Es war warm und von allen Stadträndern Frankfurts schoben sich schwere Regenwolken in unsere Richtung. Wir saßen im Auto meines Bruders und hörten das zweite Album der neuseeländischen Band Die! Die! Die!, was ich während der Fahrt zu einem Friedhof als etwas Unangenehmes empfand, aber man bekam die CD nicht mehr aus dem Schlitz der Anlage heraus.

Wir parkten am südlichen Eingang des Friedhofs zwischen einem Blumengeschäft und einer Pizzeria und gingen zügig in nördliche Richtung, wo wir begannen nach dem Grab von Robert Gernhardt zu suchen, dem zweitgrößten Dichter Frankfurts.