DÄMONIUM: Geisterbahnen in Deutschland

Mit ihrer Feldstudie MOSTRO – Pinocchio-Eis in Deutschland feierten Leonhard Hieronymi und Christian Metzler einen echten Überraschungserfolg (»Hommage an die rettende Kraft der Kunst«, Süddeutsche Zeitung; »Dystopischer Roadtrip«, taz; »Ein Werk voller Witz und Tragik«, Frankfurter Rundschau), nun haben sich die zwei Freunde einem weiteren bislang von der Hochkultur ignorierten Topoi gewidmet, und zwar dem Phänomen »Geisterbahnen in Deutschland«.


Vom 9. September bis zum 16. September 2023 machten sie sich auf zu einer Reise quer durch Deutschland, um verschiedene mit einer Geisterbahn ausgestattete Jahrmärkte, Volksfeste und Freizeitparks zu besuchen, um tief einzutauchen in die Welt der Skelette und Totenköpfe, der gefletschten Zähne, scharfen Klauen und weit aufgerissenen Augen, in die Abgründe grell aufblitzenden Stroboskoplichts und wie entfesselt schnaubender Pneumatik.


Ja, die Schrecken der Geisterbahn sind plakativ und laut, aber sind die Schrecken unserer Welt nicht um ein Vielfaches schlimmer und lauter?
Die zwei neugierigen Erforscher deutschen Freizeitlebens jedenfalls schenken sich nichts und begegnen auf ihrem Trip einem weiten Spektrum menschlicher Gefühlsregungen – hysterischem Schreien und Lachen ebenso wie ostentativer Gleichgültigkeit und freudig erregter Angstlust.
Es handelt sich hier um Alltagssoziologie, wie sie an keiner Universität gelehrt wird. Und DÄMONIUM – Geisterbahnen in Deutschland lässt uns in Bild und Text hautnah daran teilhaben.