Der Weltenfresser

Nach dem Schlittenfahrmonat folgte kürzlich Bettchen hüten, aber
jetzt sind alle wieder fit und draußen unterwegs – das Eis ist weg, die
Arme hängen in Armschlingen. Es ist Mittwoch, der 11. Februar 2026
– ungefähr um Abendessenszeit – und es nieselt. In der Falckensteinstraße Richtung Oberbaumbrücke hat ein neuer Bagel-Laden eröffnet, in dem es aussieht wie auf einem Krankenhausflur. Und am anderen Ende der Falckensteinstraße, in Richtung Görlitzer Park, hat
vor zwei Jahren die Kneipe Jonas zugemacht, in der man als Mann
noch von anderen Männern wegen eines weißen Rollkragenpullovers
zuerst an den Hintern gegriffen und dann aus dem Klo geprügelt
wurde.
Unverändert befindet sich zwischen Bagel und Prügel ein Laden,
über dem in einem Leuchtkasten »ZUM HANK« steht, und daneben
die Telefonnummer des Vormieters, dem Ofen- und Kaminbauern
Münnich. »Den gibt’s noch«, sagt Hank und schließt die Tür auf. »Jedenfalls geht jemand dran, wenn man die Nummer wählt.«
Im ZUM HANK befinden sich Hanks Ausstellungsraum und sein
Atelier – kommt doch mal vorbei! Es wird einem weder an den Arsch
gegriffen, noch glaubt man, im Krankenhaus zu sein.

Der Text „Der Weltenfresser“ ist erschienen in Hank Schmidt in der Beeks Buch „Guten Aaabend“.

160 Seiten mit 125 farbigen Abbildungen

Fadengebundenes Hardcover; 14 x 21 cm

26,00 Euro

ISBN: 978-3-922895-70-1