Manifest

  1. Wahrheit kann nicht gefunden werden, indem man einen Stift nimmt und versucht, ehrlich zu sein. Wahrheit entsteht durch Fiktionen. Ehrlich sein muss man nicht, wenn man Science-Fiction schreibt. Ehrlich ist man automatisch. Man ist nackt, weil man seine tiefsten Fantasien offenbart.
  2. Die Romantik und das Romantische bestehen aus Wahrheit, wenn es um das Gefühl und die Natur geht. Ein Wald ist nicht nur ein Wald, er ist immer auch das Konglomerat eines ganzen millionenjährigen Seelenlebens.
  3. Die Handlung in Science-Fiction Texten ist zwar fiktiv, aber sie ist ehrlich und leidenschaftlich, wenn der Autor an seine Fiktionen glaubt. Die Figuren in vielen Science-Fiction Texten sind aber oft schabloniert, ihre Gefühle entsprechen nicht denen der Romantik. Manchmal ist die Technik lauter und größer als das Gefühl.
  4. Das Romantische kreiert menschliche Normen. Die Science-Fiction Erleuchtung.
  5. Es gibt tiefe Ebenen der Wahrheit in der Literatur, und vielleicht gibt es auch eine bisher unbekannte Form der Wahrheit, die man als Ultra-Wahrheit bezeichnen würde. Die Ultra-Wahrheit ist sicherlich mysteriös und schwer zu fassen. Sie kann theoretisch durch die Zusammenlegung des Romantischen mit der Science-Fiction geschehen. Dadurch entstünde die Ultraromantik oder Science-Romantik. Diese Zusammenlegung fordert vom Schriftsteller ein hohes Maß an Vorstellungskraft und zwingt ihn zur radikalen Stilisierung seines Werks.

 

Die Punkte 6 – 20, sowie die Auflösung dieses Rätsels, finden Sie, geehrte Leserin, geehrter Leser, im Buch ULTRAROMANTIK, erschienen im Korbinian Verlag.