2010, ein paar Jahre nach dem Erscheinen der letzten Ausgabe des Literaturmagazins DER FREUND, flog ich, zusammen mit dem Fotografen Philipp Levinger, nach Kathmandu und ging dort ins Hotel SUGAT, wo sich ihre Redaktionsräume befunden haben sollen. Zu unserem Erstaunen waren diese Räume auch vier Jahre nach Ableben des Magazins, in einer seltsamen Auflösungserscheinung, noch vorhanden.

Leonhard Hieronymi

Zwei Wochen später stand ich auf der Mauer des Staudamms und schaute hinüber auf das gestaute Wasser, auf dem Eisschollen schwammen. Eine Wolke aus Schnee tat sich in meinem rechten Blickfeld auf und ich ging in das kleine Kontrollhäuschen, um das Fernglas zu holen. In einiger Entfernung hatte ich, am zugefrorenen Ufer, den Aristokraten mit Carlo kämpfen sehen. -.-

Leonhard Hieronymi

Wir bewegten uns schon seit Donnerstag auf dem Festival MS Dockville. Anfangs ging es gut voran, bis eine gewisse Flaute aufkam und wir bewegungslos dahintrieben. Aber plötzlich, am Samstag, brach ein Sturm der Erkenntnis auf uns los und schleuderte uns an die Küste eines unbekannten Landes.

Leonhard Hieronymi

Zwanzig Jahre nach der Impfung gegen Keuchhusten bekam ich Keuchhusten. Ich dachte an eine Sommergrippe und fuhr in den Urlaub. Dort wartete unter anderem Onkel Hajo im Schlangenledermantel auf mich. Irgendwann begann alles zu zerfleddern.

Leonhard Hieronymi

Helikoptereinsätze in 16 kleinen und einem großen Bild

Dieser Text besteht aus 16 Überlegungen über Helikopter und einer Fiktion, in der diese dann tatsächlich zum Einsatz kommen. Die Piloten in der Fiktion sind damit beschäftigt, in der Luft über Dänemark ihre Egoismen zu kurieren.

Leonhard Hieronymi