Es war warm und von allen Stadträndern Frankfurts schoben sich schwere Regenwolken in unsere Richtung. Wir saßen im Auto meines Bruders und hörten das zweite Album der neuseeländischen Band Die! Die! Die!, was ich während der Fahrt zu einem Friedhof als etwas Unangenehmes empfand, aber man bekam die CD nicht mehr aus dem Schlitz der […]

Leonhard Hieronymi

Im März 1987 gondelt Bruce Chatwin, Meister der Lüge und Zerstörer des Gewöhnlichen, durch Ghana, um mit Werner Herzog in der Ayatollah Drinks Bar Bier zu trinken. Zuvor hat er, 17 Jahre nach dem Unterschreiben des Vertrags, in Indien die Arbeit an The Songlines abgeschlossen. The Songlines ist, laut Chatwin »zum Missvergnügen der Verleger«, von […]

Leonhard Hieronymi

Wir saßen beide auf unseren Fahrrädern, er kreuzte meinen Weg von rechts kommend. Erhaben wie ein Falke, der auf mich – die Taube auf dem holländischen Damenrad – hinab stieß. Das war unsere erste Begegnung. Wir winkten uns zu und schlossen unsere Fahrräder an der Mauer des Dreifaltigkeitsfriedhofs II ab. Wir gaben uns die Hand […]

Leonhard Hieronymi

Es war nämlich so, dass wir vor ein paar Jahren noch kuriose Fotoporträts gesammelt hatten und mein Vater deshalb mit einem Schraubenzieher in den danach von uns endgültig gemiedenen Supermarkt in der Aumühlenstraße gegangen ist, um dort das am Eingang hängende, eingerahmte Foto vom Getränkemarktchef Klöck abzuschrauben, einem unglaublich hässlichen Menschen. Jahrmarkt der Pervesen ist […]

Leonhard Hieronymi

Unsere erste Band gründeten wir in einem großen zweistöckigen Gebäude mit quadratischem Grundriss, da war ich gerade 16 geworden. Die Räume dieses Gebäudes hatten riesige Fenster, deren Glasscheiben mit den Jahren von oben milchig weiß angelaufen waren. Im Erdgeschoss des Gebäudes gab es ein „Forum“, einen einzigen großen Raum, in dem wir uns im Spätsommer […]

Leonhard Hieronymi

Todessehnsucht beim Anblick von Meteorstürmen, neue Situationen und Hypothesen und Räume, die stilisierte und schwärmerische Beschreibung eines fotometrischen Doppelsterns, Sozialutopien, mysteriöse Ereignisse, romantische Ideen. Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Wie stellen wir uns die Zukunft der Kunst vor?

Leonhard Hieronymi

Der Babylon Blut Club war ein in Mainz gegründeter Literaturverein mit vier Mitgliedern. Er bestand ein Jahr lang, bevor er in Wassersportfreunde Babylon e.V. umbenannt und ins Fränkische verlegt wurde.   Babylon Blut Club ist im November 2017 bei Sukultur erschienen.

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